A
Akzelerator
Akzeleratoren sind Programme oder Einrichtungen, die Start-ups und jungen Unternehmen helfen, schneller zu wachsen und ihre Geschäftsideen zu entwickeln. Sie bieten Unterstützung in Form von Mentoring, finanzieller Förderung, Netzwerkmöglichkeiten und Zugang zu Ressourcen, um die Gründung und Markteinführung zu beschleunigen.
B
Bildungsgerechtigkeit
Bildungsgerechtigkeit bedeutet, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem sozialen, wirtschaftlichen oder kulturellen Hintergrund, die gleichen Chancen auf eine gute Bildung haben.
Bootstrapping
Bootstrapping ist eine Methode zur Existenzgründung, bei der ein Projekt ohne oder mit nur geringen externen Finanzierungen aufgebaut wird. Stattdessen nutzen die Unternehmer:innen ihre eigenen Ressourcen, wie persönliche Ersparnisse oder Einnahmen aus dem laufenden Betrieb.
Bürgerstiftung
Bürgerstiftungen sind gemeinnützige Stiftungen, die von Bürger:innen für Bürger:innen gegründet werden, um das lokale Gemeinwohl zu fördern und bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen.
Business Angel
Ein Business Angel ist ein:e (ehemalige) Unternehmer:in oder Manager:in , die junge Unternehmen oder Startups mit Eigenkapital, Beratung und dem eigenen Netzwerk unterstützt. Sie bieten nicht nur finanzielle Hilfe, sondern auch strategische Begleitung, insbesondere bei Gründungen oder kleineren Investitionssummen. Im Bereich sozialer Innovationen spielen Social Business Angels eine wichtige Rolle, indem sie gesellschaftlich relevante Projekte langfristig fördern. Diese externen Partner bringen häufig spezifisches Branchen- und Managementwissen mit und sind an einer nachhaltigen Zusammenarbeit interessiert.
C
Community
Eine Community bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die durch gemeinsame Interessen, Werte oder geografische Nähe miteinander verbunden sind. Sie fördert den Austausch, die Zusammenarbeit und das soziale Miteinander ihrer Mitglieder.
Corporate Social Responsibility
Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet die Verantwortung von Unternehmen, über ihre wirtschaftlichen Ziele hinaus auch soziale und ökologische Aspekte zu berücksichtigen, indem sie beispielsweise fair produzieren, umweltfreundlich handeln und sich in ihrer Gemeinschaft engagieren.
Coworking
Coworking bezeichnet das gemeinsame Arbeiten verschiedener unabhängiger Personen oder Unternehmen in einem offenen Bürobereich. Diese flexiblen Arbeitsräume bieten Infrastruktur wie Schreibtische, Internet, Telefonkabinen und Besprechungsräume. Coworking fördert den Austausch von Ideen, Netzwerken und Kooperationen zwischen den Nutzer:innen. Es eignet sich besonders für Freiberufler:innen, Start-ups und kleine Unternehmen, die von einer dynamischen Arbeitsumgebung profitieren. Coworking-Spaces bieten oft auch Veranstaltungen und Workshops an.
Crowdfunding
Crowdfunding ist eine Finanzierungsform, bei der viele Menschen kleine Geldbeträge beitragen, um ein Projekt oder Initiative zu unterstützen. Es erfolgt meist über Online-Plattformen, wo Initiatoren ihre Ideen präsentieren und Unterstützer:innen gewinnen. Crowdfunding kann in verschiedene Kategorien wie Spenden-, Belohnungs- und Beteiligungsfinanzierung unterteilt werden. Diese Methode ermöglicht es, Projekte unabhängig von traditionellen Finanzierungsquellen zu realisieren.
Cybermobbing
Cybermobbing bezeichnet das absichtliche und wiederholte Beleidigen, Bedrohen oder Bloßstellen von Personen über digitale Kommunikationsmittel wie das Internet, soziale Medien oder Messenger.
D
Demografischer Wandel
Der demografische Wandel beschreibt die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur eines Landes, insbesondere in Bezug auf Alter, Geburtenrate und Migration. Dies führt oft zu einer älteren Bevölkerung, weniger jungen Menschen und kann Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Sozialsysteme und die Gesellschaft insgesamt haben.
Design Thinking
Design Thinking ist ein kreativer Problemlösungsansatz, der den Menschen in den Mittelpunkt stellt, um innovative Lösungen zu entwickeln. Wichtig ist dabei zum einen, dass verschiedene Erfahrungen und Perspektiven zusammengebracht werden, zum anderen die sich in mehreren Durchgängen wiederholende (iterativen) Vorgehensweise Der Prozess umfasst Phasen wie Verstehen, Beobachten, Ideen finden, Prototypen erstellen und Testen. Beispiele sind z.B.:
- die Entwicklung einer nutzerfreundlichen App durch intensive Nutzerbefragungen und schnelle Prototypentests
- die Neugestaltung eines Wartebereichs im Krankenhaus, um den Patientenkomfort durch Beobachtung und Feedback zu verbessern.
Drittmittel
Drittmittel sind zusätzliche Finanzierungsmittel, die insbesondere Wissenschaftsbetriebe (zum Beispiel Hochschulen, Forschungszentren) zusätzlich zu ihrer Grundfinanzierung (wie von Seiten der Bundesländer) von externen Finanzierungsgeber:innen (zum Beispiel Bundesländer, Bundesregierung, Europäische Union) einwerben. Häufig handelt es sich bei diesen Mitteln um zweck- und projektgebundene Mittel, die zeitlich begrenzt von Seiten Dritter gewährt werden.
E
Ehrenamt
Ehrenamt bezeichnet freiwillige, unentgeltliche Tätigkeiten, die zum Gemeinwohl beitragen. Es umfasst verschiedene Bereiche wie Bildung, Gesundheitswesen, soziale Arbeit, Kultur, Sport und Umweltschutz. Ehrenamtliche übernehmen Verantwortung und setzen sich für andere Menschen oder Projekte ein. Diese Tätigkeiten fördern die Gemeinschaft und bieten persönliche Bereicherung sowie neue Erfahrungen. Ehrenamt ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
F
Fairtrade-Konzepte
Fairtrade-Konzepte beziehen sich auf Handelsansätze, die darauf abzielen, gerechte Bedingungen für Produzent:innen in Entwicklungsländern zu schaffen, indem sie Mindestpreise und faire Handelspraktiken garantieren.
Förderfonds
Förderfonds sind finanzielle Mittel, die von staatlichen oder privaten Institutionen bereitgestellt werden, um bestimmte Projekte oder Initiativen zu unterstützen, oft in Bereichen wie Bildung, Forschung, Umwelt oder soziale Entwicklung. Diese Fonds helfen, innovative Ideen zu realisieren und gesellschaftliche oder wirtschaftliche Ziele zu fördern.
Founder/Co-Founder
Ein Founder (Gründer:in) ist eine Person, die ein Unternehmen oder ein Projekt von Grund auf neu ins Leben ruft und die grundlegenden Ideen und Visionen dafür entwickelt. Ein Co-Founder (Mitgründer:in) ist jemand, der zusammen mit dem/der Gründer:in an der Gründung und dem Aufbau des Unternehmens beteiligt ist und oft ebenfalls wichtige Rollen und Verantwortlichkeiten übernimmt.
Freie Wohlfahrtspflege
Die freie Wohlfahrtspflege umfasst alle auf gemeinnütziger Basis organisierten sozialen Hilfen in Deutschland. Sie wird von nichtstaatlichen Organisationen durchgeführt, die nicht auf Gewinn ausgerichtet sind. Diese Organisationen bieten ein breites Spektrum an Diensten und Unterstützung, um das soziale Wohl verschiedener Bevölkerungsgruppen zu fördern. Ihre Arbeits- und Handlungsfelder umfassen u. a. Kindheit, Jugend und Familie, Teilhabe und Inklusion, Arbeitsmarktintegration, Wohnen und Wohnungslosigkeit, Migration, Gesundheit, Alter und Pflegebedürftigkeit, Abweichendes Verhalten und Resozialisierung, Arbeit mit Ehrenamtlichen oder Angehörigen, Sozialraumorientierung.
Die freie Wohlfahrtspflege spielt eine entscheidende Rolle in der deutschen Soziallandschaft. Sie ergänzt staatliche Sozialleistungen und bietet flexible, an die Bedürfnisse der Gemeinschaft angepasste Lösungen.
G
Gemeinnützig
Gemeinnützig bedeutet, dass eine Organisation oder ein Verein sich für das Wohl der Allgemeinheit einsetzt und nicht auf Gewinnmaximierung aus ist. Solche Organisationen fördern oft soziale, kulturelle oder ökologische Ziele und können steuerliche Vorteile genießen, weil sie der Gesellschaft dienen.
Gemeinwohlorientierung
Gemeinwohlorientierung bezeichnet das Bestreben von Individuen, Organisationen und Institutionen, zum Wohl der gesamten Gesellschaft beizutragen. Dies beinhaltet Handlungen und Entscheidungen, die über individuelle Interessen hinausgehen und das kollektive Wohlergehen fördern. Gemeinwohlorientierung zeigt sich in Bereichen wie sozialem Engagement, nachhaltigem Wirtschaften und politischem Handeln. Gemeinwohlorientierung strebt nach sozialer Gerechtigkeit, Chancengleichheit und einem harmonischen Zusammenleben. Dieses Prinzip ist fundamental für den sozialen Zusammenhalt und die nachhaltige Entwicklung einer Gemeinschaft.
Genossenschaften
Genossenschaften sind Zusammenschlüsse von mindestens drei Personen, die gemeinsam wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Ziele verfolgen, um ihre Mitglieder durch einen gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb zu fördern. Dabei steht die gegenseitige Unterstützung im Vordergrund, und alle Mitglieder haben gleiches Stimmrecht, unabhängig von ihrer finanziellen Beteiligung.
Gesellschaftliche Teilhabe
Gesellschaftliche Teilhabe bezeichnet das Recht und die Möglichkeit von Individuen und Gruppen, aktiv am sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilzunehmen. Dieses Konzept ist zentral für eine inklusive Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von ihrem sozialen Status, ihrer Herkunft oder anderen Merkmalen Zugang zu Ressourcen und Entscheidungsprozessen haben.
Gesellschaftliche Teilhabe umfasst auch den Zugang zu Bildung, Beschäftigung und Gesundheitsdiensten sowie die Möglichkeit, am kulturellen Leben teilzunehmen und öffentliche Dienste zu nutzen. Sie zielt darauf ab, soziale Ausgrenzung zu verhindern und Chancengleichheit zu fördern. Die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe ist ein wichtiger Ansatz in der sozialen Arbeit und Politikgestaltung, um eine gerechte und funktionierende Gemeinschaft zu gewährleisten.
H
Hackathon
Ein Hackathon ist ein kreatives Event, bei dem Menschen in Teams zusammenkommen, um innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens (oft 24 bis 48 Stunden) innovative Lösungen zu entwickeln. Diese Veranstaltungen fördern Zusammenarbeit, Kreativität und den Austausch von Ideen.
Hospitation
Eine Hospitation ist der Besuch einer Person in einem Unternehmen oder einer Einrichtung, um dort die Arbeitsabläufe und Tätigkeiten kennenzulernen. Dabei handelt es sich meist um eine passive Beobachtung, die dazu dient, einen Einblick in einen Beruf oder eine Branche zu gewinnen.
I
Impact
Der Begriff Impact (englisch für Wirkung) beschreibt die Effekte von Handlungen, Investitionen oder Initiativen auf soziale und ökologische Bereiche und ist sowohl für gemeinnützige Organisationen als auch für soziales Unternehmer:innentum von großer Bedeutung. Der Impact bewertet den positiven Einfluss auf gesellschaftliche oder umweltbedingte Herausforderungen, welcher besonders bei nachhaltigen Investor:innen, sozialem Unternehmer:innentum und freier Wohlfahrtspflege eine wichtige Rolle spielt.
Beispiele für solche Auswirkungen sind z. B.:
- die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Gruppen,
- die Minimierung von Umweltschäden,
- der Ausbau von Bildungs-, Gesundheits- und Sozialangeboten.
Die Erfassung und Bewertung von Impact ist für Organisationen, Unternehmen und Finanzmittelgeber:innen von Bedeutung, die ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ernst nehmen und bestrebt sind, einen förderlichen Beitrag zu leisten.
Impact Investing
Impact Investing meint Investitionen, die darauf abzielen, neben einer finanziellen Rendite auch positive soziale oder ökologische Auswirkungen zu erzielen. Impact Investing unterstützt häufig soziale Innovationen und Unternehmen, die auf die Lösung gesellschaftlicher Probleme ausgerichtet sind.
Inklusion
Inklusion bedeutet, dass alle Menschen, unabhängig von ihren Unterschieden, gleichberechtigt an allen Bereichen des Lebens teilnehmen können. Es geht darum, Barrieren abzubauen und dafür zu sorgen, dass jeder Zugang z. B. zu Bildung, Arbeit und Gemeinschaft hat. Inklusion fördert ein Umfeld, in dem Vielfalt geschätzt und alle Stimmen gehört werden.
Beispiele für Inklusion sind:
- Räumlichkeiten, Verkehrsmittel, die für alle zugänglich sind, beispielsweise durch Rampen für Rollstuhlfahrer und Informationen in leichter Sprache oder in Brailleschrift (Blindenschrift),
- Schulen, in denen Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen,
- Medien, die auch blinde und gehörlose Menschen nutzen können z. B. durch Gebärdendolmetschende oder Audiodeskription.
Inklusion ist vielfältig, daher können die genannten Beispiele nur einen kleinen Ausschnitt an Teilhabe zeigen.
Inkubator
Ein Inkubator im wirtschaftlichen Sinn ist ein Programm, das Start-ups und jungen Unternehmungen Unterstützung bietet, um deren Wachstum und Erfolg zu fördern. Dies umfasst oft Dienstleistungen wie Beratung, Bereitstellung von Büroräumen, Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten und Netzwerken sowie Hilfe bei der Entwicklung von Geschäftsstrategien. Ziel eines Inkubators ist es, den Unternehmungen eine stabile Grundlage zu schaffen, die es ihnen ermöglicht, sich nachhaltig am Markt zu etablieren.
Innovationsinput
Bildung, Forschung, Finanzen und Lobbyarbeit bilden den Innovationsinput für soziale Innovationen. Die Wahrnehmung und Bewertung dieser Inputfaktoren kann je nach Leistungsträger variieren, da sie sie ggf. verschieden erleben oder einschätzen.
Innovationsprozess
Ein Innovationsprozess ist ein strukturierter Ablauf zur Entwicklung und Umsetzung neuer Ideen, Produkte oder Dienstleistungen in einem Unternehmen oder einer Organisation. Dabei durchläuft jede:r Akteur:in komplexe Innovationsprozesse, die sich durch die Einbindung von Partner:innen und eine fortlaufende Bewertung auszeichnen, um sicherzustellen, dass die Innovation den Marktanforderungen entspricht und erfolgreich implementiert werden kann.
Innovationsrahmen
Für soziale Innovationen spielen Rahmenbedingungen wie Politik, Institutionen, Infrastruktur und Soziokultur eine entscheidende Rolle. Im Innovationsrahmen sind alle Leistungsträger:innen durch Interaktionen und Wechselwirkungen miteinander verbunden. Oftmals lässt sich eine nachhaltige Verbesserung nur erreichen, wenn die Zivilgesellschaft, Sozialarbeiter:innen verschiedener Träger der Wohlfahrtspflege sowie soziales Unternehmertum, Behörden und Politik gemeinsam Schritt für Schritt die Rahmenbedingungen verändern und neue Angebote auf den Weg bringen.
Innovationssystem
Ein Innovationssystem ist ein Netzwerk von Institutionen, Unternehmen und Organisationen, das zusammenarbeitet, um Innovationen zu fördern und zu verbreiten. Es umfasst die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Akteur:innen, wie Firmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, die gemeinsam an der Entwicklung neuer Technologien und Produkte arbeiten.
Intrapeneurship
Intrapreneurship beschreibt unternehmerisches Denken und Handeln innerhalb eines bestehenden Unternehmens, Organisationen und öffentlichen Einrichtungen, bei dem Mitarbeitende innovative Ideen entwickeln und umsetzen. Es fördert die Schaffung neuer Lösungen oder Geschäftsmodelle, ohne dass eigene Unternehmen gegründet werden müssen. Besonders im Bereich sozialer Innovationen hilft Intrapreneurship, positive gesellschaftliche Veränderungen aus dem Inneren von Organisationen heraus voranzutreiben. Der Begriff setzt sich zusammen aus den beiden englischen Wörtern „Intracorporate“ (Unternehmensintern) und „Entrepreneurship“ (Unternehmertum).
K
Kreisreform Sachsen
Die Kreisreform Sachsen bezieht sich auf die umfassende Neugliederung der Landkreise im Freistaat Sachsen, die am 1. August 2008 in Kraft trat. Ziel der Reform war es, die Anzahl der Landkreise von 22 auf 10 und die der kreisfreien Städte von 7 auf 3 zu reduzieren, um eine effizientere Verwaltung und bessere Erfüllung staatlicher Aufgaben zu gewährleisten.
L
Lobby
Eine Lobby ist eine Interessenvertretung von Gruppen oder Organisationen, die versuchen, politische Entscheidungen zu beeinflussen, um ihre spezifischen Anliegen und Ziele durchzusetzen.
M
Marktbedingungen
Marktbedingungen beziehen sich auf die aktuellen wirtschaftlichen und wettbewerblichen Gegebenheiten, die den Kauf und Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen beeinflussen, wie Angebot und Nachfrage, Preise, Wettbewerber:innen und rechtliche Rahmenbedingungen, die zusammen bestimmen, wie Unternehmen im Markt agieren können.
Marktchancen
Marktchancen sind Gelegenheiten oder Potenziale, die Unternehmen nutzen können, um ihre Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich zu verkaufen und ihren Umsatz zu steigern. Diese Chancen entstehen oft durch Veränderungen in der Nachfrage, neue Trends oder ungenutzte Bedürfnisse der Kund:innen im Markt.
Marktreife
Marktreife bezeichnet den Zustand eines Produkts oder einer Dienstleistung, wenn sie bereit sind, auf den Markt gebracht zu werden, weil sie alle erforderlichen Tests bestanden haben und den Bedürfnissen der Kund:innen entsprechen.
Matching
Matching bezeichnet den Prozess, bei dem zwei oder mehr Elemente, wie Personen, Produkte oder Dienstleistungen, gezielt miteinander verbunden werden, um eine optimale Übereinstimmung zu erreichen.
Mentor:innen/Mentoring
Mentor:innen sind erfahrene Personen, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an weniger erfahrene Menschen weitergeben, um deren persönliche oder berufliche Entwicklung zu unterstützen. Mentoring bezeichnet den Prozess dieser Unterstützung, bei dem der Mentor oder die Mentorin Rat gibt, Feedback bietet und als Vorbild fungiert.
Mittelstand
Der Mittelstand bezeichnet eine Gruppe von kleinen und mittelgroßen Unternehmen, die eine wichtige Rolle in der Wirtschaft spielen, insbesondere in Deutschland. Diese Unternehmen sind oft familiengeführt, beschäftigen viele Menschen und tragen maßgeblich zur Innovationskraft und Stabilität der Wirtschaft bei.
Monitoring
Monitoring bezeichnet den Prozess der kontinuierlichen Beobachtung und Überprüfung von Aktivitäten, Projekten oder Systemen, um deren Fortschritt und Ergebnisse zu bewerten.
O
Ökologischer Fußabdruck
Der ökologische Fußabdruck ist ein Konzept, um zu verstehen, wie stark jemand die Umwelt belastet. Er misst, wie viel Fläche auf der Erde benötigt wird, um all die Ressourcen zu produzieren, die wir in unserem täglichen Leben verbrauchen, und um den Abfall zu entsorgen, den wir dabei erzeugen.
Ökologischer Wandel
Der ökologische Wandel bezeichnet den Übergang zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Lebens- und Wirtschaftsweise, um die negativen Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt zu reduzieren.
Ökosystem sozialer Innovationen
Ein Ökosystem sozialer Innovationen umfasst ein Netzwerk von Akteur:innen und Organisationen, die zusammenarbeiten, um innovative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln und zu verbreiten. Zu diesem Netzwerk können gemeinnützige Organisationen, soziale Unternehmen und Startups, Bildungs- oder auch Forschungsinstitutionen, Einzelpersonen oder auch Vereine und Verbände gehören.
Wichtig für das Ökosystem ist kooperatives Handeln. Durch die Förderung von Zusammenarbeit sowie Wissens- und Ressourcenaustausch entsteht ein dynamisches Umfeld, das positive soziale Veränderungen begünstigt. Solche Ökosysteme tragen dazu bei, die Lebensqualität und Chancengleichheit in der Gesellschaft zu verbessern. Soziale Innovationen werden durch eine solche kooperative Zusammenarbeit gefördert und verbreitet.
R
Roadshow
Eine Roadshow ist eine Veranstaltungsreihe, bei der Unternehmen oder Organisationen an verschiedenen Orten auftreten, um ihre Produkte, Dienstleistungen oder Ideen zu präsentieren.
S
Sektorübergreifend
Sektorübergreifend bedeutet, dass verschiedene Bereiche oder Branchen miteinander verbunden sind oder zusammenarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen.
Skalierung (Scaling)
Skalierung (Scaling) meint den Prozess, eine soziale Innovation oder Lösung so zu erweitern, dass sie eine größere Anzahl von Menschen erreicht oder in neue geografische Regionen oder Sektoren übertragen wird.
Skill-Sharing
Skill-Sharing bezeichnet das Teilen und Austauschen von Fähigkeiten und Kenntnissen zwischen Menschen, oft in Form von Workshops, Kursen oder informellen Treffen.
Social Intrapreneurship
Social Intrapreneurship bezieht sich auf das unternehmerische Handeln von Beschäftigten mit dem Ziel, soziale Innovationen zu entwickeln und umzusetzen. Das kann innerhalb von wirtschaftlich orientierten Unternehmen und Organisationen, aber auch innerhalb gemeinnütziger Organisationen, Sozialunternehmen oder in der öffentlichen Verwaltung stattfinden. Die Beschäftigten initiieren soziale Projekte, die sowohl unternehmens-, organisations- oder verbandsintern als auch der Gesellschaft nutzen, indem sie neue Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse einführen, die soziale Herausforderungen lösen sollen.
Einige Beispiele dafür sind z. B.:
- Projekte von Mitarbeitenden, bei denen die Organisation/das Unternehmen Aktivitäten mit Senioren zur Bekämpfung von Einsamkeit organisiert,
- Mitarbeiter:innen-Engagement-Programme zur Unterstützung lokaler Gemeinschaftsprojekte,
- Initiativen zur Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz,
- Programme zur Förderung der Vielfalt und Inklusion am Arbeitsplatz,
- Schulungsprogramme für berufliche Weiterbildung benachteiligter Gruppen,
- Programme, bei denen die Organisation/das Unternehmen sich an der Entwicklung von benachteiligten Stadtteilen beteiligt, z. B. durch Bildungsangebote, Freiwilligenarbeit
Das Wort Intrapreneurship setzt sich aus Intracorporate (Unternehmensintern) und Entrepreneurship (Unternehmertum) zusammen.
Social Reporting Standard
Der Social Reporting Standard (SRS) ist ein Rahmenwerk zur einheitlichen und wirkungsorientierten Berichterstattung in sozialen Organisationen. Er erfasst systematisch alle relevanten Organisationsdaten, Finanzkennzahlen und Wirkungsbelege und hilft, soziale Ziele, Aktivitäten und erzielte Wirkungen transparent und vergleichbar darzustellen – etwa für Fördermittelgeber:innen oder Investor:innen.
Sozialbericht
Der Sächsische Sozialbericht bietet eine umfassende Analyse der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen im Freistaat Sachsen. Die zweite Ausgabe des Berichts, die 2022 veröffentlicht wurde, umfasst den Zeitraum von 2005 bis 2019 und wurde vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zusammenarbeit mit Prognos und dem ifo-Institut Dresden erstellt.
Der Bericht ist hier abrufbar: www.sozialbericht.sachsen.de
Soziale Arbeit
Soziale Arbeit fördert als praxisorientierte Profession und wissenschaftliche Disziplin gesellschaftliche Veränderungen, soziale Entwicklungen und den sozialen Zusammenhalt sowie die Stärkung der Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen. Die Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, die Menschenrechte, die gemeinsame Verantwortung und die Achtung der Vielfalt bilden die Grundlage der Sozialen Arbeit. Dabei stützt sie sich auf Theorien der Sozialen Arbeit, der Human- und Sozialwissenschaften und auf indigenes Wissen. Soziale Arbeit befähigt und ermutigt Menschen so, dass sie die Herausforderungen des Lebens bewältigen und das Wohlergehen verbessern, dabei bindet sie Strukturen ein.
Soziale Innovationen
Soziale Innovationen sind neue Ansätze zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Diese können in Form von sozialen Praktiken, Organisationsmodellen oder kulturellen Neuerungen auftreten. Ihr Hauptziel ist es, nachhaltige und tragfähige Lösungen zu bieten, die sowohl kommerziell als auch gemeinnützig sein können.
Praxisbeispiele für soziale Innovationen:
- Mehrgenerationenhäuser: Diese Einrichtungen fördern das Zusammenleben von Menschen verschiedener Generationen unter einem Dach, um soziale Isolation zu reduzieren und generationenübergreifenden Austausch zu fördern,
- Bildungs-Apps für entfernte Regionen: Technologiebasierte Bildungsinitiativen, die in abgelegenen oder unterversorgten Gebieten Zugang zu Bildungsmaterialien bieten, ermöglichen es, Bildungsungleichheiten zu überwinden,
- Integrative Beschäftigungsmodelle: Projekte, die sich auf die Vermittlung von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt spezialisieren, zeigen, wie soziale Innovationen zur Integration beitragen können. Sie passen Arbeitsumgebungen an und nutzen die besonderen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter,
- Mikrokredit- und Mikrofinanzierungssysteme: Initiativen, die kleinen Unternehmern, insbesondere Frauen in Entwicklungs- und Schwellenländern, den Zugang zu Kapital ermöglichen. Diese Finanzierungsmodelle haben das Potenzial, Armut zu reduzieren und lokale Ökonomien zu stärken,
- Gemeinschaftsbasierte Gesundheitsprogramme: Projekte wie psychologische Unterstützungsprogramme auf Gemeindeebene, die einfache, aber effektive Methoden zur psychischen Gesundheitsversorgung nutzen, indem sie auf Gemeindeebene trainierte Laien einsetzen
- Patenschaftsprogramme für junge Menschen: Initiativen, die jungen Menschen Mentor:innen zur Seite stellen, um ihre persönliche und berufliche Entwicklung zu fördern.
Diese Beispiele ließen sich vielfältig fortsetzen und sollen lediglich illustrieren, wie soziale Innovationen auf unterschiedlichste gesellschaftliche Herausforderungen eingehen, von der Förderung des sozialen Zusammenhalts über die Integration benachteiligter Gruppen bis hin zur Unterstützung wirtschaftlicher Entwicklung. Sie zeigen das Potential von sozialen Innovationen, gesellschaftliche Probleme auf innovative Weise zu adressieren.
Soziale Gerechtigkeit
Soziale Gerechtigkeit bezieht sich auf die faire Verteilung von Ressourcen, Chancen und Rechten in einer Gesellschaft, sodass alle Menschen unabhängig von ihrem Hintergrund gleich behandelt werden.
Sozialer Sektor
Der soziale Sektor umfasst Organisationen und Dienstleistungen, die darauf abzielen, das Wohlbefinden von Menschen zu fördern und soziale Probleme zu lösen. Dazu gehören Bereiche wie Gesundheit, Bildung, soziale Dienste und Wohlfahrt, die oft von staatlichen Institutionen, gemeinnützigen Organisationen oder privaten Trägern bereitgestellt werden.
Soziales Unternehmer:innentum/Social Entrepreneurship
Soziales Unternehmer:innentum bzw. Social Entrepreneurship beschreibt unternehmerische Aktivitäten, die darauf abzielen, soziale Probleme zu lösen und einen nachhaltigen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Diese Art von Unternehmertum unterscheidet sich von herkömmlichen Geschäftsmodellen dadurch, dass soziale Ziele im Vordergrund stehen und nicht die Gewinnerzielung. Die Gewinne werden oft reinvestiert, um die soziale Mission weiter zu unterstützen.
Social Entrepreneurs arbeiten oft in transparenten, wirkungsorientierten und partizipativen Organisationsstrukturen. Beispiele für soziales Unternehmer:innentum sind vielfältig und umfassen Mikrofinanz-Institute, Bildungs-Startups, soziale Supermärkte, Jobvermittlungen für benachteiligte Gruppen, Mentoring-Programme für Jugendliche, um nur einige zu nennen.
Sozialinnovator:innen
Sozialinnovator:innen sind Individuen, Gruppen oder Organisationen, die durch innovative Konzepte und Projekte zur gesellschaftlichen Veränderung beitragen. Sie umfassen ein breites Spektrum von Beteiligten, darunter Sozialunternehmer:innen, soziale Start-ups, gemeinnützige Vereine, Organisationen der freien Wohlfahrt, Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs), Stiftungen, Kulturschaffende und Akteur:innen aus der Wissenschaft und Politik. Ihr Ziel ist es, durch kreative und nachhaltige Ideen soziale Probleme zu lösen und die Lebensqualität innerhalb der Gesellschaft zu verbessern.
Sozialräume
Sozialräume sind die Lebensumgebungen, in denen Menschen miteinander interagieren und soziale Beziehungen pflegen, oft geprägt von lokalen Gegebenheiten und individuellen Erfahrungen. Sie umfassen nicht nur geografische Orte wie Stadtteile oder Dörfer, sondern auch die sozialen Netzwerke und Gemeinschaften, die das tägliche Leben der Menschen beeinflussen.
Sozialwirtschaft
Die Sozialwirtschaft ist ein Wirtschaftssektor, der sich auf die Bereitstellung sozialer Dienstleistungen konzentriert, um das Wohl von Individuen und Gemeinschaften zu fördern. Sie umfasst Organisationen, die in Bereichen wie Pflege, Bildung und soziale Unterstützung tätig sind, und verfolgt primär gemeinnützige Ziele statt Gewinnmaximierung.
Stakeholder
Stakeholder (dt. Interessensgruppe, Interessensvertreter oder Anspruchsberechtigter oder auch Teilhaber:in) meint alle Personen oder Gruppen, die direkt oder indirekt von den Aktivitäten eines Projekts oder einer Organisation betroffen sind. Dazu gehören z. B. Kund:innen, Mitarbeitende, Geldgeber:innen, Partnerorganisationen oder auch die Gesellschaft insgesamt.
Strukturfonds
Strukturfonds sind spezielle finanzielle Mittel der Europäischen Union, die dazu dienen, wirtschaftliche und soziale Unterschiede zwischen verschiedenen Regionen innerhalb der EU abzubauen. Sie unterstützen Projekte in weniger entwickelten Gebieten, um deren Entwicklung zu fördern und den Lebensstandard zu verbessern, beispielsweise durch Investitionen in Infrastruktur, Bildung oder soziale Dienste.
Strukturschwache Räume
Strukturschwache Räume sind Regionen, die wirtschaftlich und sozial benachteiligt sind, oft gekennzeichnet durch eine geringe Wirtschaftskraft, hohe Arbeitslosigkeit und eine stagnierende oder rückläufige Bevölkerungszahl.
Sustainable Development Goals (SDGs)/17 Ziele für nachhaltige Entwicklung
Die Sustainable Development Goals (SDGs) oder 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden 2015 in der Agenda 2030 von den Vereinten Nationen verabschiedet, um eine nachhaltige und gerechte Zukunft für alle Menschen zu fördern. Sie umfassen wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte und sollen bis 2030 erreicht werden. Alle Regierungen, die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft weltweit sind aufgefordert, ihr Handeln an den Nachhaltigkeitszielen auszurichten, zu deren Umsetzung sich auch Deutschland verpflichtet hat. Soziale Innovationen zielen häufig darauf ab, eines oder mehrere dieser 17 Ziele zu erreichen:
1. Keine Armut
2. Kein Hunger
3. Gesundheit und Wohlergehen
4.Hochwertige Bildung
5. Geschlechtergleichheit
6. Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen
7. Bezahlbare und saubere Energie
8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
9. Industrie, Innovation und Infrastruktur
10. Weniger Ungleichheiten
11. Nachhaltige Städte und Gemeinden
12. Nachhaltiger Konsum und Produktion
13. Maßnahmen zum Klimaschutz
14. Leben unter Wasser
15. Leben an Land Frieden
16. Gerechtigkeit und starke Institutionen
17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
T
Teilhabe
Teilhabe bedeutet, aktiv an etwas teilzunehmen oder mitzumachen, sei es in der Gesellschaft, im Beruf oder in anderen Bereichen des Lebens. Es geht darum, dass Menschen die Möglichkeit haben, ihre Meinungen einzubringen, Entscheidungen zu beeinflussen und am Gemeinschaftsleben teilzuhaben.
Träger der freien Wohlfahrtspflege
Träger der freien Wohlfahrtspflege sind nicht-staatliche Organisationen in Deutschland, die soziale Dienstleistungen auf gemeinnütziger Basis anbieten und sich in verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Jugend- und Altenhilfe engagieren. Zu den wichtigsten Trägern zählen die sechs Spitzenverbände: Arbeiterwohlfahrt (AWO), Deutscher Caritasverband (DCV), Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), der Paritätische und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, die zusammen die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege bilden.
Transformation
Transformation im wirtschaftlichen oder digitalen Kontext beschreibt einen umfassenden Wandlungsprozess, bei dem Unternehmen oder Organisationen ihre Strukturen, Prozesse und Geschäftsmodelle grundlegend verändern.
U
Unterstützungsorganisationen
Unterstützungsorganisationen für soziale Innovationen sind in der Regel Institutionen, Netzwerke oder Plattformen, die sich der Förderung, Finanzierung und Entwicklung sozialer Innovationen widmen.
V
Versorgungsstruktur
Versorgungsstruktur bezeichnet das System und die Organisation, die sicherstellen, dass grundlegende Bedürfnisse der Bevölkerung, wie Gesundheit, Bildung und soziale Dienste, effizient und nachhaltig gedeckt werden. Sie umfasst sowohl die physischen Einrichtungen als auch die institutionellen Rahmenbedingungen, die für die Bereitstellung von Dienstleistungen und Gütern notwendig sind.
Voting
Voting bezeichnet den Prozess, bei dem Menschen ihre Stimme abgeben, um eine Entscheidung zu treffen oder eine:n Vertreter:in zu wählen.
W
Wirkung
Der Begriff Wirkung (oder auch (engl.) Impact) beschreibt im sozialen Kontext die Effekte von Handlungen, Investitionen oder Initiativen auf soziale und ökologische Bereiche und ist sowohl für gemeinnützige Organisationen als auch für soziales Unternehmer:innentum von großer Bedeutung. Der Impact bewertet den positiven Einfluss auf gesellschaftliche oder umweltbedingte Herausforderungen, welcher besonders bei nachhaltigen Investor:innen, sozialem Unternehmer:innentum und freier Wohlfahrtspflege eine wichtige Rolle spielt.
Beispiele für solche Auswirkungen sind z. B.:
- die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Gruppen,
- die Minimierung von Umweltschäden,
- der Ausbau von Bildungs-, Gesundheits- und Sozialangeboten.
Die Erfassung und Bewertung von Impact ist für Organisationen, Unternehmen und Finanzmittelgeber:innen von Bedeutung, die ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ernst nehmen und bestrebt sind, einen förderlichen Beitrag zu leisten.
Wirkungsanalyse/-messung
Wirkungsanalyse bzw. Wirkungsmessung ist der Prozess, bei dem die Ergebnisse und Auswirkungen z. B. von Projekten oder Programmen bewertet werden. Ziel ist es zu verstehen, wie effektiv diese Initiativen sind und welche positiven oder negativen Veränderungen sie bewirken. Durch die Messung der Wirkung können Organisationen ihre Strategien anpassen und verbessern, um ihre Ziele besser zu erreichen.
Der Begriff Wirkungsmessung ist missverständlich, da er den Anschein erweckt, Wirkungen wäre exakt mess- oder quantifizierbar. Das Gegenteil ist der Fall. Wirkungen, insbesondere im sozialen Bereich, sind meist komplex und daher nur selten exakt berechenbar.
Wirkungsorientierung
Wirkungsorientierung (Impact Orientation) ist ein Ansatz, der den Fokus auf die erzielten sozialen, ökologischen oder wirtschaftlichen Auswirkungen einer Initiative legt, anstatt nur auf die Aktivitäten oder Outputs. Wirkungsorientierung bewertet den tatsächlichen Nutzen, der durch eine soziale Innovation entsteht.
Wirkungsreichweite
Wirkungsreichweite bezeichnet den Umfang oder die Reichweite, in der eine Maßnahme, ein Projekt oder eine Handlung positive Effekte erzielt oder Veränderungen bewirken kann. Sie beschreibt also, wie viele Menschen oder Bereiche von den Auswirkungen betroffen sind und wie nachhaltig diese sind.
Z
Zuwendungsbescheid
Ein Zuwendungsbescheid ist eine schriftliche Mitteilung und die Rechtsgrundlage über die Gewährung von Fördermitteln. Der Bescheid wird automatisch nach dem Abschluss der Bewilligungsphase erstellt und dem Empfänger bekanntgegeben.
Der Bescheid regelt die Beziehungen zwischen Geldgeber und Zuwendungsempfänger auf der öffentlich-rechtlichen Ebene. Insbesondere enthält die Mitteilung die Finanzierungspläne und die allgemeinen Nebenbestimmungen für die jeweiligen Zuwendungen.